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ICD-10-GM 2026 · Kapitel V

F81.2 Rechenstörung

Diagnoseschlüssel F81.2 aus dem ICD-10-GM 2026, amtliche Fassung des BfArM.

  • Endständig, kodierbar

Definition

  • Diese Störung besteht in einer umschriebenen Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine unangemessene Beschulung erklärbar ist. Das Defizit betrifft vor allem die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten, wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, weniger die höheren mathematischen Fertigkeiten, die für Algebra, Trigonometrie, Geometrie oder Differential- und Integralrechnung benötigt werden.

Inklusive

  • Entwicklungsbedingtes Gerstmann-Syndrom

  • Entwicklungsstörung des Rechnens

  • Entwicklungs-Akalkulie

Exklusive

  • Akalkulie o.n.A.(R48.8)

  • Kombinierte Störung schulischer Fertigkeiten(F81.3)

  • Rechenschwierigkeiten, hauptsächlich durch inadäquaten Unterricht(Z55)

Hinweise der übergeordneten Klassen

Inklusiva, Exklusiva und Hinweise übergeordneter Klassen gelten auch für F81.2.

F81 Umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten

Definition

  • Es handelt sich um Störungen, bei denen die normalen Muster des Fertigkeitserwerbs von frühen Entwicklungsstadien an gestört sind. Dies ist nicht einfach Folge eines Mangels an Gelegenheit zu lernen; es ist auch nicht allein als Folge einer Intelligenzminderung oder irgendeiner erworbenen Hirnschädigung oder -krankheit aufzufassen.

F80-F89 Entwicklungsstörungen

Text

  • Die in diesem Abschnitt zusammengefassten Störungen haben folgende Gemeinsamkeiten:

    Beginn ausnahmslos im Kleinkindalter oder in der Kindheit;

    eine Entwicklungseinschränkung oder -verzögerung von Funktionen, die eng mit der biologischen Reifung des Zentralnervensystems verknüpft sind;

    stetiger Verlauf ohne Remissionen und Rezidive.

    In den meisten Fällen sind unter anderem die Sprache, die visuellräumlichen Fertigkeiten und die Bewegungskoordination betroffen. In der Regel bestand die Verzögerung oder Schwäche vom frühestmöglichen Erkennungszeitpunkt an. Mit dem Älterwerden der Kinder vermindern sich die Störungen zunehmend, wenn auch geringere Defizite oft im Erwachsenenalter zurückbleiben.