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ICD-10-GM 2026 · Kapitel V

F81.1 Isolierte Rechtschreibstörung

Diagnoseschlüssel F81.1 aus dem ICD-10-GM 2026, amtliche Fassung des BfArM.

  • Endständig, kodierbar

Definition

  • Es handelt sich um eine Störung, deren Hauptmerkmal in einer umschriebenen und bedeutsamen Beeinträchtigung der Entwicklung von Rechtschreibfertigkeiten besteht, ohne Vorgeschichte einer Lesestörung. Sie ist nicht allein durch ein zu niedriges Intelligenzalter, durch Visusprobleme oder unangemessene Beschulung erklärbar. Die Fähigkeiten, mündlich zu buchstabieren und Wörter korrekt zu schreiben, sind beide betroffen.

Inklusive

  • Umschriebene Verzögerung der Rechtschreibfähigkeit (ohne Lesestörung)

Exklusive

  • Agraphie o.n.A.(R48.8)

  • Rechtschreibschwierigkeiten: durch inadäquaten Unterricht(Z55)

  • Rechtschreibschwierigkeiten: mit Lesestörung(F81.0)

Hinweise der übergeordneten Klassen

Inklusiva, Exklusiva und Hinweise übergeordneter Klassen gelten auch für F81.1.

F81 Umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten

Definition

  • Es handelt sich um Störungen, bei denen die normalen Muster des Fertigkeitserwerbs von frühen Entwicklungsstadien an gestört sind. Dies ist nicht einfach Folge eines Mangels an Gelegenheit zu lernen; es ist auch nicht allein als Folge einer Intelligenzminderung oder irgendeiner erworbenen Hirnschädigung oder -krankheit aufzufassen.

F80-F89 Entwicklungsstörungen

Text

  • Die in diesem Abschnitt zusammengefassten Störungen haben folgende Gemeinsamkeiten:

    Beginn ausnahmslos im Kleinkindalter oder in der Kindheit;

    eine Entwicklungseinschränkung oder -verzögerung von Funktionen, die eng mit der biologischen Reifung des Zentralnervensystems verknüpft sind;

    stetiger Verlauf ohne Remissionen und Rezidive.

    In den meisten Fällen sind unter anderem die Sprache, die visuellräumlichen Fertigkeiten und die Bewegungskoordination betroffen. In der Regel bestand die Verzögerung oder Schwäche vom frühestmöglichen Erkennungszeitpunkt an. Mit dem Älterwerden der Kinder vermindern sich die Störungen zunehmend, wenn auch geringere Defizite oft im Erwachsenenalter zurückbleiben.